Geleistete Hilfe

Gründung eines Sozialzentrums für die benachteiligten Kinder
in Chiperceni, Orhei

Projektbezeichnung: Betreuung und Förderung benachteiligter Kinder vom Lande durch Gründung eines Sozialzentrums
Ort: Chiperceni, Orhei
Laufzeit: 01.11.2005 – 30.07.2006
Projektpartner:
1. Deutsch-Moldauische Gesellschaft e.V., München
2. Schmitz-Hille-Stiftung, Hünibach / Schweiz und Düsseldorf
3. Caritas Modova, Chisinau / Moldova
Zielgruppe sind ca. 90 Kinder zwischen 7 und 16 Jahren im Dorf Chiperceni, die zumeist aus sozial schwachen oder zerrütteten Familien stammen.

Fotos von
09.2005


Kurzbeschreibung – Im Vordergrund steht daher bei diesem Projekt die Gründung eines Sozialzentrums, welches für Kinder aus besonders armen Verhältnissen und für ihre Familien geöffnet sein soll. Die Familien sollen in diesem Zentrum sozial-pädagogische und psychologische Beratung und Betreuung erhalten. Für Kinder und Jugendliche soll das Zentrum an den Nachmittagen geöffnet sein, damit die Kinder an verschiedenen kreativen Werk- und Bastelkursen ihre handwerklichen Fähigkeiten und Geschicklichkeiten trainieren können. Damit strebt man an unter anderem folgendes zu erreichen:

- die Kinder von der Straße zu holen, um sie so der Kriminalität und der Verwahrlosung zu entziehen;
- ihnen Orientierung für die spätere eigene Berufswahl zu geben;
- ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie ein vollständiges Mitglied der Gesellschaft sind;
- ihnen ein wenig Freude in ihrem tristen Alltag zu bieten, auch zusammen mit anderen Kindern;
- die Entwicklung der kreativen Fähigkeiten zu fördern.
- Die Teilnahme an den Aktivitäten und der Besuch der Kurse des Zentrums sind für jedes Kind kostenlos und schließen auch ein Mittagessen mit ein.

Pro Kurs können 10 bis max. 20 Kinder von jeweils einer Lehrkraft unterrichtet werden; Ausnahme: die geplanten Exkursionen, die für bis zu 60 Kinder gedacht sind. Die Lehrer des Zentrums rekrutieren sich dabei aus den Pädagogen der örtlichen Schule.Die produzierten Gegenstände (Kleider, Möbel etc.) werden entweder verkauft (abhängig von der Qualität der Ware) oder den Familien der Kinder selbst zur Verfügung gestellt.Die Kinder können die angebotenen Aktivitäten und Kurse selbst nach Interesse auswählen und werden dann entsprechend ihres Alters in Gruppen eingeteilt. Über die Teilnahme an den Kursen wird den Kindern ein Zertifikat als Nachweis ausgestellt. Gemeinsam mit unserem Partner haben wir entschieden, dass das im Projekt entstandene Zentrum den Namen „Sozialzentrum Ralf Schäfer“ tragen wird.

Stand: 09.06
Obwohl das Zentrum erst von halbem Jahr existiert, könnten wir gemeinsam mit dem Herrn Schmitz und Herrn Kresal von der Smitz-Hille-Stiftung uns an der Zuverlässigkeit und an der konsequenten Projektausführung von Schulleitung, genau so von Kursleitern unter Führung der Repräsentantin von DMG Frau Larisa Ciobanu überzeugen.

Fotos von
09.2006


Die Projekträume waren gemäß dem Projekt, sauber und sorgfältig eingerichtet, die Geräte waren einsatzbereit, die Werkzeuge und Verbrauchsmaterial im gesicherten Lagerräume deponiert. Vor allem waren die Ergebnisse von so kurzfristigen Tätigkeit des Zentrums beeindruckend. Es war die Professionalität der Leitern den künstlerischen Geschmack und den kreativen Geist des Zentrums nicht zu übersehen. In dem Gespräch mit Mitarbeitern hat sich fest gestellt, dass die in Rahmen seiner Möglichkeiten, und in Zusammenarbeit mit Kursenteilnehmern die Maßnahmen für Verschaffung dem Verbrauchsmaterial für nächstes Schuljahr viel untenehmen. Genau über diesem Aspekt haben wir uns sehr gefreut. Dieses Zentrum hat ein Impuls und eine Motivation an der Entwicklung der eigenen Initiativen und das Interesse an weitere Tätigkeit des Zentrums erweckt. Wir wünschen dem Sozialzentrum „Ralf Schäfer“ sich weiter zu entwickeln, weiteren Kindern die Orientierung im Leben zu ermöglichen und viele neue Realisierungen.

Stand vom September 2008
Auch haben wir gemeinsam das Sozialzentrum Ralf Schäfer in Chiperetschen besucht. Wir waren überrascht über die Statistik, die der Schuldirektor, Herr Veverita uns präsentiert hat. Von 335 Schülern, die vor 3 Jahren die Schule besucht haben, sind in diesem Jahr nur 224 Schüler registriert worden, was die kritische demographische Situation vor allem in den ländlichen Gebieten widerspiegelt. (Im Vergleich zu 1980-er Jahren hatte diese Schule um 1.200 Schüler). Ein großer Teil der erwerbstätigen Bevölkerung befindet sich im Ausland (vor allem Russland, Ukraine, EU-Staaten u.a.), um zu arbeiten. Die folge davon ist ein Rückgang der Geburtenrate in Moldau. Sogar die eigenen Kinder des Schuldirektors arbeiten und wohnen in Italien, er selbst erzieht zusammen mit seiner Frau die Enkelkinder. Aufgrund dieser Emigration und der schlechten Bezahlung fehlen leider viele Lehrer, was wiederum schlechte Auswirkungen auf die Ergebnisse der Projektentwicklung hat. Als sehr positiv zu sehen ist allerdings, dass seit Einführung unseres Projektes 11 Schüler den Sprung in die weiterführende Berufsschule geschafft haben (im Vergleich zu 2005 war es 1 Schüler).


Chiperceni,
Holzbearbeitungsatelier

Chiperceni,
Textilbearbeitungsatelier

 



1. Landwirtschaftsprojekt – Hilfe zur Selbsthilfe in Costesti, 2003

2. Sozialprojekt – Betreuung von Kindern sozial schwacher Familien in der Kirchengemeinde "Sfintu Dumitru" in Chisinau, 2004

3. Sozialprojekt - Förderung lernbehinderter Kinder am Internat Nr. 5 in Chisinau, 2004

4. Sozialprojekt - Gründung eines Zentrums für die benachteiligten Kinder in Chiperceni, Orhei, 2005

5. Prämien in dem Republikanisches Kunstgymnasium - Internat "I.Vieru" in Chisinau, 2003/4/5/6/7

6. Pflanzung und Kultivierung von Johannisbeeren als Einkommen schaffende Maßnahme der kleinen Bauern in Zgurita, Drochia zu fördern, 2006

7. Sozialprojekt - Gründung eines Sozialzentrums für die benachteiligten Kinder von Zgurita, Drochia, 2006

8. Zgurita: Förderung der eigenen Initiative der Gemeinde und Schule in der Betreuung der bedürftigen, alten, einsamen Menschen, 2007

9, Zgurita: Förderung der eigenen Initiative der Gemeinde und Schule in der Betreuung der bedürftigen, alten, einsamen Menschen