Jahresberichte


Jahresbericht 2008

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir auch im Jahr 2008 - trotz Wirtschaftskrise und all der aktuellen Probleme – Positives von unserer Arbeit in der Republik Moldau zu berichten haben. Schwerpunkt der Aktivitäten der Deutsch-Moldauischen-Gesellschaft (DMG) bleiben die Hilfsprojekte in Moldau.

Leider hat sich auch 2008 die Wirtschaft des Landes kaum weiter­entwickelt. Im Gegenteil: Die Preise für Lebensmittel, Energie und Treibstoff stiegen in Moldau um rund 30%, einige Produkte verteuerten sich sogar um 70%. Hinzu kommt, dass der Euro als „zweite“ Währung des Landes nachgegeben hat und der Wechselkurs von 1:16 Lei auf 1:13 Lei gefallen ist. Das bedeutet  für die Menschen eine doppelte Belastung, da ein Großteil der Bevölkerung von Euro und Dollar lebt, die von im Ausland arbeitenden Verwandten stammen. Mittlerweile übersteigt das Preisniveau in den Supermärkten Moldaus sogar das in Deutschland. Diese Situation wirkt sich natürlich auch negativ auf unsere laufenden sowie die geplanten Projekte aus. Dennoch: Wir übernehmen die Devise der moldauischen Bevölkerung und handeln nach dem Motto „den Gürtel enger zu ziehen und durch...“


Unsere Zielgruppe, alte und einsame Menschen/ Fotos: 09/2008 

Gerade bei den alten und einsamen Menschen bleibt jedoch die Frage, wie eng der Gürtel noch gezogen werden kann. Sie müssen in der Regel von 350-600 Lei (umgerechnet 27-47 Euro) Rente im Monat leben – und selbst sterben können sie nicht, weil kein Geld für die Beerdigung gespart ist.

Vor allem diese Menschen standen 2008 im Fokus unserer Arbeit. Im Januar haben 42 allein­stehende, alte und bedürftige Menschen aus dem Dorf Zgurita je 500 kg Heizkohle, Medikamente, Hygienemittel sowie Lebensmittelpakete und Geschenke zu Ostern bekommen. Im September wurde zudem die Küche mit Kantine in der Schule der Gemeinde fertiggestellt, und seit dem 1. Oktober erhalten die alten Menschen dreimal pro Woche warmes Essen, das von Freiwilligen zu ihnen nach Hause gebracht wird.

Zudem wurden die Äpfel von unseren Agrarprojektteilnehmern angekauft und 1,5 Tonnen an der Schule und je 25 kg an die alten Menschen verteilt. Im Jahr 2009 haben wir vor, das Projekt weiter zu unterstützen, sowie in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, in dem Krankenhausgebäude ein Abteil für behinderte, bettlägerige Menschen für ihre letzten Lebenstage einzurichten.


Verteilung von Heizkohle, 01/2008

Warmes Essen für Bedürftige, 10/2008

Wir haben auch unser Bildungsprogramm weiter ausgebaut. Im Dezember 2008 haben wir mit dem Projekt „Förderunterricht zur handwerklichen Befähigung von behinderten Kindern und Jugend­lichen an der Sonderschule in Calarasi“ angefangen. Im Projekt geht es um die Modernisierung der Klassenräume mit neuen Beleuchtungskörpern, Mobiliar, moderne Nähe-, Strick-, und Holzbearbeitungsmaschinen, sowie zahl- und auswahlreiche Verbrauchsmaterialien.

 
 


Handwerksunterricht, 05/2008.

Im Namen der Deutsch-Moldauischen Gesellschaft und im Namen von allen Bedürftigen, denen Sie durch Ihre finanzielle Unterstützung geholfen haben, möchte ich mich von Herzen bedanken. Auch danke ich allen Freiwilligen und ehrenamtliche Mitarbeiter der DMG. Unser ganz großes Dankeschön richtet sich an unseren Partner, die Schmitz Hille Stiftung.

Mariana Scvortova (Präsidentin der DMG)           
Fotos von Larisa Ciobanu, Mariana Scvortova, Ove Andrè Oybrekken.



Jahresbericht 2012 von Mariana Scvortova

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Jahresbericht 2004 von Ralf Schäfer